Die Vertreter der Senioren kamen am 5. Juni 2014 in Berlin zur Hauptversammlung der dbb-Bundesseniorenvertretung zusammen.
Den 50 Delegierten der Hauptversammlung gehören die Seniorenvertretungen in den Fachgewerkschaften und den Landesbünden des Deutschen Beamtenbundes (dbb) an.
In seinem Grußwort zeigte der dbb-Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt die vielfältigen Probleme der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auf.
Insbesondere ist die falsche Finanzierungsquelle zur Finanzierung der Mütterrente, mit dem Rückgriff auf die Reserven der Rentenversicherung gewählt worden.
Die Europäische Kommission rügte Deutschland, weil der beschlossene Rückschritt von der erhöhten Altersgrenze falsche Weichen stellt.
Sowohl Klaus Dauderstädt, als auch der Vorsitzende der Bundesseniorenvertretung, Wolfgang Speck äußerten sich dahingehend, dass die Angleichung der Renten in Ost und West für die Verbandspolitik des dbb einen hohen Stellenwert haben. Die weiteren Entwicklungen sollen - nach dem Koalitionsvertrag CDU/CSU/SPD frühestens 2017 -- deshalb kritisch begleitet werden.
Im Mittelpunkt standen auch Themen der demografischen Entwicklung, die Zukunft der Altersversorgung sowohl im Bereich der Renten, als auch bei den Pensionen, sowie die für Seniorinnen und Senioren wichtigen ThemenBeihilfe und Pflege im Alter.
Aus Gründen der Gleichbehandlung forderten die dbb-Vertreter eine entsprechende Übertragung der Beschlüsse zur Mütterrente auf den Beamtenbereich im Bund und in den Ländern.
Für eine unterschiedliche Würdigung der von den Eltern erbrachten Erziehungsleistungen für Kinder bei Rentenversicherten bzw. Beamten gebe es keine Rechtfertigung, so dass man eine Ungleichbehandlung nicht hinnehmen werde.
Zudem wurde deutlich, dass neben Finanzierungsfragen der Altersversorgung auch die Gesundheit im Alter, sowie eine verbesserte Situation im Rehabilitationsbereich zentrale Themen einer künftigen Arbeit auf Bundesebene sein werden.
Von Bedeutung sei auch, dort wo es sich als zweckmäßig zeige, Kooperationen mit anderen Verbänden einzugehen, um die angestrebte Ziele zu erreichen.
Von großem Interesse war die Präsentation von „COMPASS Private Pflegeberatung GmbH“ angebotenen unabhängigen Pflegeberatungen.
Eine wichtige „Baustelle“ ist die Zeitschrift „Aktiv im Ruhestand“. Derzeit werden die Weichen dafür gestellt, dass ihr Inhalt qualitativ verbessert, über aktuelle Diskussionen und Veränderungen in den Bereichen Beihilfe, Altersversorgung und Lebenshilfe berichtet wird.
von Jürgen Braun, bearbeitet von Hans Peter Klotzsche
Jürgen Braun, Sachsen-Anhalt,
war Teilnehmer der Hauptversammlung
Leider liegt uns von der Teilnehmerin an der Hauptversammlung aus unserem Bundesland , Frau Rita Müller Vorsitzende der Landesseniorenvertretung sbb-Sachsen, kein Erfahrungsbericht vor.
Darum an dieser Stelle einen besonderen Dank an den Kollegen Jürgen Braun vom BRH Sachsen-Anhalt für diesen Bericht.
Oliver Kluxen

